31. Juli 2005 18:50 Petras Hostel. Bin heute um dreiviertel fünf aufgestanden und dann ging es los. Urgh! Zum ersten mal seit langem bin ich mal wieder einen nicht "Discounter"-Flug geflogen. Austrian Airlines bietet lustige Stummfilme und langweilige Tonfilme. Das erste, was ich dachte als ich in Tel Aviv den Flieger verließ war: For Fucks Sake ist es hier heiß. Direkt nachdem man die Landungskrake verlässt wartete schon eine Sekurity-TussDame auf mich und fragte mich was ich hier eigentlich will. Ohne den geringsten Selbstzweifel antwortete ich: I'm going to study at the Hebrew University. Sie nahms mir ab. Haha. Ich war allerdings der einzige der an dieser Stelle schon nach seinem Begehr gefragt wurde. Hab ich wirklich so windig ausgesehen? Bevors an die Koffer ging musste man ewig anstehen um an der Einwanderungsbehörde vorbeizukommen. Bei mir gings hier allerdings ganz gut. Dann der erste Fehler (Quatsch der Zweite: Im Flugzeug hatte ich mir brennenden Kaffee auf die Hose gekippt.) Ich stieg in den Zug nach Jerusalem ein. Schlauer wäre ein Sammeltaxi gewesen. Nach einer Bummelzug-Odysse die mich nach Tel Aviv brachte (also in die falsche Richtung) bin ich schließlich an DEM Bahnhof Jerusalems der am Arsch der Welt liegt. Die Taxifahrer wollen 45 Schekel, das sind glaub ich so 11 Euronen - kriegense aber nicht. für lumpige 7 Schekel schaff ich es schließich über Umwege zum Jaffator. An den mich zutexenden Typen (der erste Zutexter fragte mich schon am Airport ob ich nicht für seine Organisation etwas spenden wollte: "Baby hungry" - da mir aber weder die Organisation noch der Typ bisher förmlich vorgestellt wurden gabs erstmal nichts) vorbei bin ich ins erstbeste Hostel. Tolles lichtloses Bad - aber dafür werden dort Pilzkulturen unentgeltlich doniert. Nachdem der Muezzin scho blead hod gehts jetzt erstmoi zum Essen. Und zum ersten Holy-City-Schnuppering. Ach ja landschaftlich. Ein bisschen Korsika-Feeling. Überraschend viele Pinien und va. Kiefernwälder bei der Fahrt durch die Hügel von Tel Aviv nach Jerusalem. Auch hier (d.h. wie auf Korsika) lieben sie das Mäuerchenbauen und auch hier haben sie auf jedem zweiten Hügel oben droben ein Wehrdorf.

Dass im Zug lauter Soldaten warn war ja generell zu erwarten - aber muss natürlich zu Beginn erwähnt werden. Die Leute warn bisher überaus freundlich und haben mir sehr gut beim Wegfinden und den-Busfahrer-vom-einsperren-abhalten geholfen. Basst scho. Nun liebes Tagebuch muss aber Schluss sein - Kruzefix! Ich hab Hunger. Mal schaun obs an Schweinsbratn hamm de asiatischn Wuidn do herunt.